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HERAUSFORDERUNG CHANGE 2


„Sie können ein Problem nicht mit der gleichen Denkweise lösen, die das Problem erschaffen hat. Sondern nur dadurch, dass sie ihre Erkenntnisfähigkeit vertiefen. D.h., sie brauchen den Mut, sich auf eine Abenteuerreise einzulassen, deren Ausgang sie nicht kennen. Aber: so ist das Leben!“

Changemanagement beschäftigt sich in seiner Essenz mit der Frage, wie wir unsere Gedanken und somit in weiterer Folge unsere Verhaltensweisen, einem sich in Veränderung begriffenen neuen Umfeld anpassen zu können.

Entsprechend hoch ist die Rate des Scheiterns bei den diversen Veränderungsbemühungen: sprich die Rückfallquote in alte Denkmuster ist hoch! Weshalb?

Aspekte einer Hypothese: die Ergebnisse sind deshalb so bescheiden, weil die meisten Changemanagementbemühungen nicht bis zur Ebene des Denkens bzw. den Hintergründen dieses Denkens vordringen. Nicht nur für Berater wird das Eis hier sehr dünn.

Hinzu kommt, dass die meisten Führungskräfte eine Ausbildung genossen haben, die die Welt nach rationalen und effizienzorientierten Kriterien betrachtet. Diverse Spielarten des mechanistischen Denkens haben vor diesem Hintergrund nach wie vor einen hohen Stellenwert: Zumindest im Denken, was konstruktivistisch gesehen natürlich zu entsprechenden Erfahrungen und Wahrnehmungen im betrieblichen Alltag führt.

Das zentrale Problem, das sich nun ergibt: wir befinden uns inmitten einer globalen Transformationsbewegung, die sich eben nicht nach traditionellen, rationalen Bewertungsmustern ausrichtet.

Viele Führungskräfte hängen auch dem Glauben nach, das das Durchführen von Workshops und ähnlichen Veranstaltungen ausreicht, um die notwendigen Veränderungen im Unternehmen in Gang zu setzen.

Was sie dabei übersehen: jeder Veränderungsimpuls, den die wirtschaftliche und soziale Dynamik an ein Unternehmen heranträgt führt nicht nur zu einer strukturellen und/oder prozessorientierten Anpassung, sondern ist im Grundsätzlichen ein Aufruf, das eigene Selbstverständnis in Frage zu stellen.

Sie können z.B. nicht mit einem patriarchalischen Selbstverständnis die neuen Zeiten ansteuern. Ihr Schiff würde gleichsam wie ferngesteuert immer wieder in den Hafen zurückkehren, solange bis es an der Kaimauer zerschellt.

Was es zu verstehen gilt: es ist zu wenig, sich nur auf eine neue Zielgröße zu verständigen. All ihre konzertierten Veränderungsbemühungen werden sie immer wieder genau mit den Themen konfrontieren, die ausschlaggebend waren, Changemanagement in Gang zu setzen.

Sprich, sie werden mit all den Hindernissen, die nicht mehr alltagskompatibel sind permanent konfrontiert.

D.h.: im Alltag werden sie die Beharrungsdynamik ihrer Gedanken, Strukturen und Prozesse in einer Direktheit erleben, die sie durchaus an den Rand der Verzweiflung bringen kann.

Grundsätzlich gilt: die formalen Aspekte eines Change-Prozesses(Workshops, Seminare,….) sind der Anfang dieses Spiels. Nicht wie die meisten Führungskräfte und Mitarbeiter hoffen, das Ende.

Sowie: Veränderung ist nie zu Ende! Auch der beste Strategieworkshop wird sie nicht der Erkenntnis entheben, dass sie morgen wieder bei Null beginnen müssen,

……wie jeden weiteren darauf folgenden Tag!

Stay Present and Get Real!


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