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TRANSFORMATION LEICHT GEMACHT?!


Wie geschieht Transformation?

In der Alchemie wird seit Jahrhunderten versucht, aus Stein Gold zu machen. Ob das je gelingen wird, wage ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu sagen. In der Essenz geht es um die Frage, ob es möglich ist, aus einem als minderwertiger beurteilten Material ein höherwertigeres Gut zu schaffen.

Um Nichts anderes handelt es sich bei all den Change-Management-Versuchen. Der Unterschied zu Stein/Gold: Hier geht es um geistige Transformation, anders gefragt, wie lässt sich die aktuelle Gedankenstruktur in eine effizientere/höherwertigere/flexiblere/sensiblere/…..Struktur überführen?

Wie können sie einen Gedanken durch einen „besseren“ ersetzen? Diese Frage ist der Knackpunkt aller Change-Bemühungen. In den diversen Workshops lässt sich trefflich über Details diskutieren: eine Never Ending Story! All das ist keine Garantie dafür, dass die Umsetzung dieser Ideen, Gedanken, Visionen, Leitbilder, Strategien,……in den Alltag auch funktioniert.

Abgesehen davon haben diese Diskussionen häufig den Zweck, vom Wesentlichen abzulenken und dabei gleichzeitig hohes Engagement vorzutäuschen. Ein beliebtes Spielchen.

Weshalb funktioniert der Transfer in den Alltag also so schwer?

Für die meisten Menschen ist es bereits ein beträchtlicher Aufwand, ein neues Softwareprogramm zu erlernen(ich nehme mich hier nicht aus!). Zu sehr zieht sich die Gewohnheit zurück in die alten Abläufe.

Wenn sie nun beispielsweise die Kultur ihres Unternehmens verändern wollen, sind sie damit konfrontiert, zutiefst inhärente Glaubenssätze und somit auch Ängste zu aktivieren.

Eine veränderte Kultur bedeutet letztlich, an die Herausforderungen des Tages mit einer anderen Haltung, mit anderen Gedanken und Erkenntnissen heran zu gehen.

Ohne entsprechende Bewusstheit, ohne entsprechende Achtsamkeit, ohne den entsprechenden Mut in einer konkreten Situation, werden sie höchstwahrscheinlich dazu neigen, sich wiederum auf das scheinbar sichere, bekannte Territorium der altbekannten Verhaltensmuster zurückzuziehen.

Schaubild: Torus.

Ein Torus ist im gesamten Universum dasjenige Konstrukt, das den höchsten Energiedurchfluss hat!

Bewusstheit braucht wiederum Verlangsamung. Das kann sich durchaus mit der notwendigen Geschwindigkeit, die der Alltag und andere Wirtschatsteilnehmer vorgeben in Widerspruch stehen. So logisch Verlangsamung auch sein mag, in der Realität des Augenblicks ist das nicht so einfach umzusetzen. Im Zweifelsfall neigen wir nur allzu leicht dazu, unbewusst in alte Rollen zurückzufallen: einfach, bequem, berechenbar,……allerdings nicht unbedingt im Sinn der Sache.

Transformation bedeutet letztlich, dass gleichzeitig (mindestens) zwei Gedanken(-konzepte) in ihnen am Arbeiten sind.

Das bisher bekannte Konzept und das neue, anzustrebende. Erfahrungsgemäß bedeutet das ein erhöhtes Maß an Irritation, wenn sie sich dieser Prozesse nicht bewusst sind. Genau dieser Aspekt macht es aber so schwer, die in einem Workshop erarbeiteten Strategien, Visionen, Leitbilder,…..umzusetzen. und genau deshalb scheitern 70 bis 90 Prozent aller Veränderungsbemühungen.

Um Transformation „zuzulassen“ braucht es die Bewusstmachung unserer Gedankenprozesse und vor allem deren Tricks.

Dann kann Transformation ein spannender Prozess sein, der sowohl den Einzelnen wie auch das Unternehmen zu neuen Erkenntnissen tragen kann!


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