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  • whitespacewolf

THERE IS A CRACK IN EVERYTHING......


Die Welt wird zunehmend komplexer, Führungskräfte empfinden sich zunehmend verletzbarer in ihrer Rolle, die Welt scheint unberechenbarer zu werden und damit werden Pläne zunehmend schneller obsolet. Die Standardreaktion auf diese Dynamik ist häufig ein Festhalten an alten Gewohnheiten, die letztlich ja mitverantwortlich für das Entstehen der aktuellen Dynamik waren.

Soweit so bekannt.

Das Spannungsfeld zwischen dem Entstehen einer neuen „Ordnung“ und dem Vergehen der “alten Welt“ wird in den nächsten Jahren vermutlich zunehmen. Sie wird deshalb zunehmen, weil es den meisten Menschen – und somit auch Führungskräften – schwer fällt, sich mit dem Fluss des Neuen, so unklar dieses Neue auch noch sein mag, zu bewegen. Zu sehr haben sich die bisher gültigen Gedankenmuster zu einem Gedankensystem verdichtet, was in der Konsequenz dazu führt, dass es schwer ist, dieses Gedankensystem zu transformieren.

Die sich abzeichnende neue Welt braucht aber wesentlich mehr Offenheit, was aber das Aufgeben von überkommenen Dogmen voraussetzt: für viele ein fast unüberwindbares Hindernis.

Ein Dogma ist ja im Kern ein verdichteter Glaubenssatz, der einen Absolutheitsanspruch in sich birgt: „Die Welt ist genau so!“.

Wenn sie ihr Leben dogmatisch strukturiert haben, werden sie vermutlich zunehmend öfter mit dem Kopf durch die Wand wollen – ohne Erfolg allerdings. Und sie werden die Umstände für die Beule an ihrem Kopf verantwortlich machen!

Wenn sie allerdings Glück haben und sich des Öfteren eine Beule geholt haben, dann erkenne sie vielleicht hinter dem Schmerz („There is a crack in everything, that´s where the light shines in….“ Leonard Cohen), eine andere Welt jenseits des rationalen Denkens.

Eine Welt jenseits von Dogmen. Die zentrale Grundannahme hinter einem Dogma geht ja davon aus, dass sie die Welt kontrollieren können. Die zunehmende Unberechenbarkeit der globalen Abläufe zeigt ihnen aber genau das Gegenteil! Sie können eben zunehmend weniger Kontrollieren. Sie brauchen dementsprechend auch ein neues Navigationssystem, um sich innerhalb der neuen Umstände zurecht zu finden.

Ein Navigationssystem, dessen Grundlage auf Nicht-Kontrolle beruht, das auf einem anderen Grundverständnis der Wirklichkeit beruht.

Einer Wirklichkeit jenseits des mechanistischen, monokausalen Weltbildes, das uns das letzte Jahrhundert begleitet hat.

#kontrolle

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