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ERWACHEN ZU EINEM NEUEN PARADIGMA !? 1


Wir brauchen ein neues Paradigma, neue Denkkonzepte, ein neues Selbstverständnis.

Weil?

Hmm, weil wir uns mit unserer nach wie vor mainstreammäßigen Weltsicht in die Sackgasse manövriert haben. Ja, eine durchaus nachvollziehbare Sichtweise.

Wie stellen wir es an, eine neue Weltsicht zu (er-)finden? Bzw.: wo kommt dieses neue Paradigma(The New Normal) her? Und was heißt das für jeden Einzelnen für uns? Was für die (Neu-) Ausrichtung unserer Organisationen?

Wenn man diesen Themenkomplex so betrachtet, dann scheint Achtsamkeit eines der Schlüsselbegriffe zu sein. Achtsamkeit in Bezug auf emergente Phänomene und Entwicklungen.

Soweit so logisch und wünschenswert. Neue Strömungen zeigen sich lange bevor sie im allgemeinen Bewusstsein manifest werden. Künstler haben eine entsprechend verfeinerte Wahrnehmung(gehen wir zumindest einmal von dieser Hypothese aus) und sind so in der Lage, Entwicklungen wesentlich früher zu erkennen als Otto Normalverbraucher.

Und ich würde zu den Normalverbrauchern auch einmal Führungskräfte zählen. Ganz besonders Führungskräfte sogar. Einfach deshalb, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es den meisten Führungskräften(inkl. Politikern) besonders schwer fällt, ihren „Mindset“ an neue Gegebenheiten anzupassen.

Zu sehr ist die aktuelle Generation von Führungskräften in einem überkommenen Paradigma darüber verhaftet, wie die Welt funktioniert, wie, daraus abgeleitet, ein Unternehmen zu funktionieren hat.

Effektivität und Effizienz sind die Kriterien ihres Handelns. Nicht dass es dagegen etwas einzuwenden gibt, aber als ausschließliche Kriterien führen sie direkt in die Sackgasse unserer aktuellen Weltlage.

Wenn man die Zahl der Veränderungsinitiativen betrachtet, sei es in Unternehmen, in der Politik oder wo auch sonst, lässt sich vielleicht die Hypothese ableiten, dass es zumindest eine entsprechende Erkenntnis in dieser Richtung gibt.

Wenn man dagegen den Erfolg dieser Bemühungen betrachtet, schaut die Sache schon düsterer aus. Die Integration dieser kulturellen, strategischen oder visionären Initiativen ist bescheiden.

Weshalb?

Hypothese: weil sie allzu rational angelegt sind, weil sie sie auf einem Defizit an Verständnis beruhen, wie Veränderung, wie BEWUSSTE Veränderung, „funktioniert“.

Zum einen: bei all diesen Initiativen erhalten sie als Ergebnis nur das, was an Bewusstheit in den „Köpfen“ der Führungskräfte und Mitarbeiter da ist.

Zum anderen: Schöne workshop-Papiere sind das eine, die Umsetzung im Alltag ist das andere.

Die meisten Raucher scheitern ja schon daran, wider besseres Wissen, mit dem Rauchen aufzuhören. Einfach deshalb, weil dem Rauchen tiefere Grundannahmen (über sich selbst) zugrunde liegen, als den meisten bewusst ist. Rückfall ist daher häufig.

Gleiches gilt umso mehr für eine gegebene Unternehmenskultur. Nur weil sie sich auf einen „neuen“ Verhaltenskatalog einigen, heißt das noch nicht, dass sie ihn auch umsetzen können. Zu tief sitzen meist die unbewussten Grundannahmen und damit die (in Workshops unausgesprochenen) Sicherheitsbedürfnisse und die dahinter versteckten Ängste

.

Hinzu kommt: die meisten Mitarbeiter(Führungskräfte auch hier inklusive!) können kaum klar kommunizieren. Sie durchlaufen vielleicht das eine oder andere Kommunikations- und/oder Feedbackseminar. In der Realität des Alltags herrscht jedoch die Angst vor. Angst Fehler zu machen und sich dafür Rechtfertigen zu müssen. Angst zur Verantwortung gezogen zu werden,……….(suchen sie einfach in sich selbst, welche Assoziationen ihnen hierzu in den Sinn kommen).

„Wir müssen zu einem neuen Paradigma aufwachen.“

Ja, würde ich zustimmen.

Aber!

Was genau heißt das in ihrem Arbeitsalltag? In ihrem durchstrukturierten, auf Sicherheit ausgerichteten Leben? Sind sie sich bewusst, welche Sicherheitszonen sie errichtet haben, um eben KEIN neues Paradigma an sich heran zu lassen! Sind sie sich bewusst, wie sehr sie hinter dem Mantel der authentischen Kommunikation etwas ganz anderes verstecken als das, was sie sagen? Sind sie sich bewusst, wie sehr sie Eigenverantwortung abblocken, auch wenn ihnen klar ist, dass sie einen Beitrag zu einem „Problem“ geleistet haben?

Genau diese Fragen (und natürlich noch einige mehr) stehen aber am Beginn eines BEWUSSTEN Transformationsprozesses.

Ansonsten sind Wiederstände und Backlashes garantiert. Und in irgendeiner Form gehören diese Aspekte auch zu einem Change-Prozess dazu. Als Hinweis genauer hinzuschauen. Sich klarer darüber zu werden, wie Wirklichkeit tatsächlich funktioniert, sich bewusst zu werden, wie relativ die eigene Vorstellungs- und Gedankenwelt in der Relation zur Dynamik des Lebens ist.

Andernfalls gilt: der Kreislauf des EWIG GLEICHEN, der Kreislauf der Wiederholung der immer gleichen Probleme ist das Symptom des Stillstandes!

Sowie: Achtsamkeit kann hier einen Ausweg aus diesem Kreislauf bieten!

#achtsamkeit

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